Cape Agulhas ist das äußerste Ende Afrikas, der südlichste Punkt des Kontinents und die Stelle, an der sich Atlantik und Indischer Ozean treffen sollen. Es liegt etwa zwei Stunden östlich von Hermanus, flach und windgepeitscht am Rand des Agulhas-Nationalparks, und trotz seines bescheidenen Erscheinungsbilds hat es einen echten Reiz, am Ende eines Kontinents zu stehen.
Der südlichste Punkt selbst ist durch einen Steinkegel und ein neueres Afrika-Karten-Denkmal markiert, erreichbar über einen kurzen Holzsteg vom Parkplatz. Das Zusammentreffen der beiden Ozeane ist eher eine Linie auf der Karte als etwas, das man im Wasser sehen kann, doch die Geografie ist der Reiz: Dies, und nicht das bekanntere Kap der Guten Hoffnung oben bei Kapstadt, ist die wahre Spitze Afrikas und die offizielle Ozeangrenze. Die Portugiesen nannten es ‘Cabo das Agulhas’, das Kap der Nadeln, nach der Art, wie ihre Kompasse hier nach echtem Norden zeigten.
Etwas landeinwärts steht der rot-weiße Leuchtturm von Cape Agulhas, 1849 in Betrieb genommen und der zweitälteste des Landes, mit einem Museum und einem Aufstieg bis zur Spitze. Westwärts entlang der Küste Richtung Suiderstrand liegt der rostende Rumpf der Meisho Maru, eines 1982 gestrandeten Fischerboots, auf den Felsen, als Erinnerung daran, warum diese Küste ein Schiffsfriedhof genannt wurde. Es ist eine lange Fahrt hierher, meist als Tagesausflug, also brechen Sie früh auf, kleiden Sie sich für den Wind und machen Sie den Leuchtturm und das Wrack zum Teil der Reise.